Höhlenmalereien
von Lascaux
Rund 15 000 Jahre alt sind die 1940 bei Lascaux im französischen
Departement Dordogne in einem Höhlensystem entdeckten prähistorischen
Felsmalereien. Die Malereien zeigen größtenteils Tiere
wie Ochsen, Pferde und Steinböcke, die von geometrischen
Figuren, deren Bedeutung unbekannt ist, umgeben sind. In der großen
Höllenhalle sind die Tierdarstellungen über fünf
Meter lang. Bemerkenswert ist auch die Einzeldarstellung eines
Mannes, der einen Stier erlegt hat.
Sicher wird es viele unterschiedliche Interpretationsformen
geben, was diese frühen Felsenbilder zu bedeuten hatten und
warum sie gemalt wurden ? Dies alles sollte Sie jetzt nicht beschäftigen,
dieses Beispiel sollte Ihnen einfach dabei helfen zu verstehen,
dass das selbst gemalte Bild seit jeher eine sehr gute Entfaltungsform
und ein einfache aber effizientes Kommunikationsmittel unseres
Unbewussten in die bewusste Welt des Malers darstellt. Jeder von
uns hat als Kind lange Zeit bevor er schreiben, lesen oder rechnen
konnte gemalt, daher ist es doch nur all zu gut verständlich,
dass das Malen oder die Bildersprache die Grundform der
Kommunikation schlechthin darstellt, welche wir leider im Laufe
unseres Erwachsenenlebens immer mehr in den Hintergrund drängen
und somit vergessen, diese Fähigkeit bewusst einzusetzen.
Durch das Malen von Bildern z. Bsp. Mandalas,
findet man in der Regel leichter zu seiner Ruhe, Ausgewogenheit
und inneren Mitte zurück. Ferner könnte durch das Malen
von Bildern Symbole entstehen, die bei genauerer Betrachtung Problemlösungen
für bestimmte aktuelle schwierige Situationen aufzeigen.
Oft sind selbstgemalte Bilder gleichfalls ein aktueller und unverfälschter
Spiegel der eigenen Seele, die sowohl für den PsychotherapeutenIn,
als auch für den Maler viele zum Teil unbewusste und somit
verborgene Botschaften mit sich führen. Weiters ist es durchaus
sinnvoll und daher anzuraten, einen bestimmte Traumsequenz von
einem wichtigen Traum zu malen, denn je mehr sich
der Träumer auch kreativ mit dem Traum auseinandersetzt,
desto leichter wird der Traum vom Träumer verstanden und
richtig interpretiert.